Die US-Zölle sind in aller Munde.
Was bedeutet die neue Handelspolitik der Regierung von Donald Trump für die Schweiz? Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (Kof) hat nachgerechnet. Sollten die Amerikaner in einem Worst-Case-Szenario gegen alle Länder inklusive der Schweiz Zölle von 20 Prozent erheben, drohen den Schweizern Kosten von 200 Franken pro Kopf oder ein realer Einkommensverlust von 200 Franken. Dabei gehen die Forscher davon aus, dass der Bund keine Gegenmassnahmen ergreift.
Diese Zahl muss man – wie immer bei solchen Diskussionen – in Relation setzen. Seit der russischen Invasion 2022 hat die Schweiz die Ukraine bis zum 31. Dezember 2024 mit 4,37 Milliarden Franken unterstützt. 3,7 Milliarden Franken (85 Prozent) wurden vom Staatssekretariat für Migration für die Aufnahme und Betreuung von Personen mit Schutzstatus S in der Schweiz aufgewendet.
Umgerechnet auf eine Bevölkerung von rund neun Millionen sind das fast 500 Franken, die vom Baby bis zum Senior ausgegeben wurden, damit Ukrainerinnen und Ukrainer hier gut leben können.
Dabei gilt: Die USA sind der grösste Handelspartner der Eidgenossenschaft, und die Schweiz ist auf gute und faire Beziehungen angewiesen.
Wer jetzt aufschreit, sollte andere Aufwendungen des Staates kritischer beleuchten.
Einmalige Chance, dem untergehenden Imperium den Rücken zu kehren und sich neu auszurichten. Diese wird aber leider wohl nicht ergriffen werden, stattdessen wird man sich in Mar-a-Lago auf den Rücken schmeissen und den eigenen Bauch bepieseln gehen.
Jemand in Bern muss dem Mr Trump mal sagen, dass die USA mit ihren Produkten endlich mal Qualität liefern soll, nicht nur Schrott und sonstigen Müll. Dann wären nämlich ihre Export-Chancen um etliches besser.
Hier kann die Schweiz nicht untätig bleiben. Trump sieht 31 % Zölle für die Schweiz vor. Man sollte, falls das so kommt, sich mehr nach Asien ausrichten. Diversifizieren. Investitionen aus den USA abziehen und in der Schweiz und in Asien einsetzen. Die USA unterschlagen, dass sie immer von billigen Exporten aus Europa profitiert haben. Es braucht jetzt maximalen Druck auf die USA. Die USA verhalten sich immer noch wie der Nabel der Welt, aber das sind sie längst nicht mehr.