Elisabeth Baume-Schneider, Bürgerkönigin, kann einen ersten Erfolg für sich verbuchen. Die Jurassierin und Justizministerin ist knapp vier Wochen im Amt und bisher noch kaum gross in Erscheinung getreten. Trotzdem schwang sie bei einer Umfrage des Forschungsinstitutes Sotomo obenauf. Baume-Schneider ist laut dieser Untersuchung die beliebteste Bundesrätin. Womit ein für alle Mal bewiesen ist, dass es dem Stimmvolk nicht auf den Leistungsausweis ankommt. Wer sich zuweilen schusselig anstellt und Schwarznasenschafe züchtet, dem fliegen die Herzen automatisch zu. (hmo)

Sanija Ameti, Möchtegern-Initiantin, steckt in der Zwickmühle. Bis im Januar wollten die Co-Präsidentin von Operation Libero und ihre Truppe 500 000 Franken sammeln, um die Europa-Initiative zu lancieren. Das Anliegen will den Bundesrat zur sofortigen Aufnahme von Verhandlungen mit Brüssel verdonnern. Doch das Fundraising kommt nicht wie geplant in die Gänge, der Geldfluss stockt. Mit dem Rücklauf von Kleinspenden sei man zufrieden, beim totalen finanziellen Unterstützungsziel aber noch nicht, heisst es aus der Zentrale von Operation Libero. Aufgeben wollen die EU-Beitritts-Befürworter aber noch nicht. Ein potenzielles Nichterreichen der Finanzziele stelle die Operation Libero zwar vor andere Fragen als erhofft, sei aber «kein gesetztes No-Go für die Initiative». Dass Ameti das von ihr x-mal angekündigte Projekt nicht aufgeben will, ist verständlich. Sie hat ihr ganzes politisches Prestige mit diesem Anliegen verknüpft. Ein Rohrkrepierer wäre das Eingestehen ihres Scheiterns. (odm)

Jeannine Gmelin, ehemalige Ruder-Weltmeisterin, beendet ihre aussergewöhnliche Sportkarriere. Per sofort, weil ihr Trainer und Lebenspartner Robin Dowell am vergangenen 16. Dezember, vierzigjährig, mitten auf einer Trainingsfahrt auf dem Sarnersee aus dem Leben gerissen wurde. Gmelin: «Das Bauchgefühl aufzuhören, kam rasch auf und ist dann auch geblieben», sagt die 32-jährige Zürcher Oberländerin. «Es fühlt sich gut an, nun den Cut zu machen. Ich bin einfach dankbar für alles, was ich mit Robin erleben durfte.» (ah)

Lukas Britschgi und Kimmy Vivienne Repond, Eiskunstläufer, haben im finnischen Espoo die Doppelsensation geschafft: Der 24-jährige Schaffhauser und die 16-jährige Baslerin holten sich beide die EM-Bronzemedaille. Für die Schweiz ist es bei den Männern seit dreizehn Jahren (Silber für Stéphane Lambiel) die erste EM-Medaille. «Ich bin überglücklich», sagte Britschgi. Und Repond ergänzt: «Ich kann es kaum fassen, so schön!» (ah)

Bill Gates, Privatier, will Kühen Rülpser und Fürze austreiben. Der Unternehmer beteiligt sich an einem australischen Start-up, das synthetischen Seetang als Rinderfutter herstellt. Damit soll die Methangas-Produktion in Rindermägen reduziert werden, die das Klima verpestet. Gates ist nicht allein: Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos und der chinesische Multimilliardär Jack Ma investieren. (ky.)

Wladimir Putin, Geniesser, kann trotz Sanktionen weiter die teuersten Weine der Welt kosten – dank seiner Tochter Katerina Tichonowa. Sie half einem Geschäftsmann, 800 Flaschen Spitzen-Burgunder im Wert von vier Millionen Euro nach Russland zu importieren. Die EU hatte nur den Verkauf solcher Weine verboten. (ky.)