Peter Sloterdijk: Wer noch kein Grau gedacht hat. Eine Farbenlehre. Suhrkamp. 286 S., Fr. 39.90
Seit drei Monaten sehen alle rot. Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine scheint es für Politiker, Kommentatoren und das gehobene Feuilleton eine Verpflichtung zur gepflegten Empörung zu geben. Die Scheuklappe ist zum Accessoire der Saison avanciert. Einseitigkeit ist Pflicht. Schwarzweissmalerei ist das Stilmittel unserer Tage. Differenziertes Denken hingegen, Abwägen, die Grautöne bedächtigen Urteilens gelten als verpönt, ja als verdächtig.
Da passt es gut, dass der Weltgeist ein Einsehen hatte und es so einfädelte, dass wenige Wochen nach dem Beginn des Ukraine-Kri ...
Dies ist ein ABO-Artikel
Jetzt für CHF 9.- im ersten Monat abonnieren
Nur für Neukunden, danach CHF 29.-/Monat und jederzeit kündbar.
Oder einfach einloggen…
Wenn Sie als Nicht-Abonnent noch keinen Account besitzen,
registrieren Sie sich jetzt und Sie können 5 Abo-Artikel gratis lesen.
Wenn Sie als Abonnent noch keinen Account besitzen,
registrieren Sie sich jetzt und Sie können sämtliche Artikel lesen.
Sloterdijk ist echt gut, ich war schon immer fasziniert von seiner Schreib- und Ausdruckskraft. Sein Buch "Du musst dein Leben ändern - Anthropotechnik" oder auch "Zorn und Zeit" haben mich fasziniert. Nur Schade, dass er den Hegel immer so gut findet. Hegel war ein Philosophie-Bluffer, der seines Gleichen sucht - ein Schwadronierer bis heute, der die Deutschen weiterhin ins Verderben philosophiert... Am besten ist es, Popper zu lesen, um sich von Hegel zu heilen.