Im Automobilbau gehören der künstlichen Intelligenz und Robotern die Zukunft. Tatsächlich? Kann ein Automobil wirklich nur dann präzise gebaut werden, wenn von Computern gesteuerte Fertigungstechnologien zum Einsatz kommen? Antworten auf diese Fragen liefert der japanische Premiumhersteller Lexus auf unkonventionelle Art und Weise. In seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum Shimoyama in der Nähe der Stadt Toyota City vertraut man einerseits auf die modernste, verfügbare Technologie im Automobilbau. Daraus resultiert das einmalige Schweizer Kundenversprechen der Zehn-Jahre-Garantie auf alle Lexus-Fahrzeugmodelle. Andererseits vertraut man hier aber auch auf die in Japan seit Jahrhunderten verehrte Handwerkskunst namens Takumi.

Die hochangesehenen Takumi-Handwerksmeister – sowohl Frauen als auch Männer tragen diesen Titel – verfügen über besondere künstlerische und handwerkliche Fähigkeiten, gepaart mit aussergewöhnlicher Leidenschaft für ihre Tätigkeit. In der westlichen Welt wird davon ausgegangen, dass ein durchschnittlich begabter Mensch zum Experten wird, wenn er oder sie 10 000 Stunden eine Tätigkeit in einem Fachgebiet ausgeübt hat. Bei den Takumi-Handwerksmeisterinnen und -meistern in Japan gelten andere Massstäbe: Takumi-Meister darf sich nennen, wer seine Kunstfertigkeit nicht weniger als 60 000 Stunden lang verfeinert hat. Dies entspricht dreissig Jahren, in denen die Takumi während 250 Arbeitstagen mindestens acht Stunden ihr Handwerk ausgeübt und perfektioniert haben!

Nahoko Kojima ist heute eine solche Takumi-Meisterin. Sie wird in einem Dokumentarfilm von Lexus eindrücklich porträtiert. Denn ihr Werdegang ist das beste Beispiel für die Passion einer Takumi. Ihre Kunst ist «Kirie», die japanische Papierschneidekunst. Bereits im Alter von fünf Jahren erhielt die 1981 geborene Nahoko Kojima ersten Privatunterricht in der Papierbearbeitung. Ihre Begeisterung für das Kunsthandwerk hielt an. Mit achtzehn Jahren zog sie nach Tokio und absolvierte dort ein Designstudium am renommierten Kuwasawa-Institut. Im Alter von 24 Jahren zog sie dann nach London, um sich neue Inspirationen aus der westlichen Kunstwelt zu holen und in ihre Papierschnitte einfliessen zu lassen.

 

Freier Geist

2012 sorgte ihr Kunstwerk «Cloud Leopard» in ihrer ersten grossen Ausstellung in der Saatchi-Galerie in London für Aufsehen. An der Papierskulptur hatte die Künstlerin fünf lange Monate gearbeitet. Erst als sie Schnittversuche mit deutlich kleineren Papieren erfolgreich absolviert hatte, machte sie sich mit viel Geduld und Handwerkskunst an ihr erstes, grosses Meisterwerk. Der aus einem einzigen Stück schwarzen Papiers geschnittene Leopard verlangte ihr höchste Konzentration ab. Ein einziger Fehlschnitt hätte zu einem irreparablen Schaden geführt. Doch ganz die Takumi-Meisterin, arbeitete Nahoko Kojima sorgfältig voran. Mit welcher Akribie sie dabei vorging, belegt der folgende Fakt: Die von ihr zum Schneiden des Papiers benutzten Skalpellklingen waren halb so dünn wie übliche Klingen, und sie wechselte sie während ihrer Arbeit alle drei Minuten. Heute gilt Nahoko Kujima als bekannteste Takumi-Künstlerin ihrer Art und sagt dazu: «Das Wesen von Takumi liegt im tieferen Verständnis für jede kleine Nuance einer bestimmten Handwerkskunst. Um unzählige Stunden lang in tiefer Konzentration auf eine einzige Sache fokussiert zu sein, muss der Geist frei sein. Das ist erst möglich, wenn das Handwerk zur Perfektion gebracht ist.»

«Das Wesen von Takumi liegt im tieferen Verständnis für jede kleine Nuance.»Bei Lexus stehen Takumi-Meister immer im Einsatz, wenn es darum geht, den Anspruch an höchste Kreativität und Genauigkeit zu erfüllen. Takumis liefern bei Lexus den besten Beweis dafür, dass Menschen in der modernen Fahrzeugherstellung immer noch eine entscheidende Rolle spielen. Katsuaki Suganuma ist ein solches Beispiel der tragenden Rollen von Takumis. Seit über 35 Jahren sorgt er im Lexus-Werk Tahara in der japanischen Präfektur Aichi für die Qualitätskontrolle. Er ist einer der «Wächter», welche bei der Produktion eines neuen Lexus wie dem jüngsten LBX-Modell jeden Produktionsschritt überwachen und ihre Expertise in die Fahrzeugfertigung einfliessen lassen. Erst wenn Katsuaki Suganuma – mit seiner in Jahrzehnten gesammelten Erfahrung – bei der finalen Qualitätsüberprüfung mit seinen Händen und Augen keine Makel am fertigen Neuwagen erkennen kann, wird dieses zur Auslieferung freigegeben.

 

Vom Menschen geschaffen

Takumi-Handwerkskunst kommt bei Lexus-Modellen aber auch in der Ausarbeitung von vielen Details der hochwertig verarbeiteten Interieurs eindrücklich zur Geltung. Elegante Blenden an den Türverkleidungen und im Fahrzeug lehnen sich an uralte japanische Handwerkskunst in der Holz-, Glas- und Metallverarbeitung an. Lexus zieht immer dann Takumi-Spezialisten bei, wenn bei der Fertigung der luxuriösen Fahrzeuge höchstes Kunsthandwerk gefragt ist. Dieses Engagement sorgt dafür, dass die von Menschen geschaffenen und über Jahrhunderte gepflegten Fertigkeiten auch in Zeiten von künstlicher Intelligenz anerkannt und bewahrt werden.

 

Mehr Informationen: www.lexus.ch